Wir möchten einmal kurz darstellen, was mit Ihrer Hilfe in diesem für uns alle schweren Jahr in Labgar passiert ist.

Mor Sène befindet sich seit dem 30. Januar im Senegal. Ursprünglich war die Intention lange geplante Projekte auf den Weg zu bringen. Corona machte natürlich auch vor dem Senegal nicht halt. So musste dieses Jahr sehr viel und sehr schnell passieren.

Wie im Frühjahr berichtet, traf die Ausgangssperre die Menschen dort bis ins Mark. Wochenmärkte fielen aus, Menschen konnten ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Das alles gepaart mit nur sehr begrenzten Möglichkeiten der Lagerhaltung und Bevorratung von Lebensmitteln verschärfte die Situation ungemein. Mor gelang es mit einer Sondergenehmigung der Regierung den widrigen Umständen zu trotzen und nach Labgar zu kommen. Dort angekommen stellte er ein Team aus Helfern zusammen, beschaffte Lebensmittel und verteilte diese. So war den Menschen in der schlimmsten Not erst einmal geholfen. Der Förderverein um Dorothea Martl stellte für dieses Unterfangen schnell und unbürokratisch 5000€ zur Verfügung. Das war insoweit kein Problem, da das Geld wirklich 1:1 für das Vorhaben genutzt wurde.

Als die Corona- Lage sich mitte Juli langsam konsolidierte, konnte Mor die Menschen in Labgar von einer Methode überzugen die es ermöglicht trockene Landstriche auch auf Dauer zu begrünen. Dazu wurden mit Hilfe von Helfern mehrere Löcher gegraben, in denen sich das Regenwasser sammeln kann. So entsteht eine langfristige, stabile Vegetation. Diese vielversprechende Methode wird durch die Bevölkerung und auch dem Förderverein die nächsten Jahr weiter verfolgt und ausgebaut.

Ein Lichtblick gab es in diesem Jahr- Es regnete soviel wie lange nicht mehr!

Bissap (Hibiskus), Obstbäume und Melonen wurden fleißig gepflanzt, Felder wurden für die Aussaat im November bestellt (Kartoffeln, Zwiebeln, Manio,…). Dazu wurde ein Karren samt zwei Eseln beschafft. Nun kann das Wasser aus dem in der Nähe gelegenen Tümpel an die gewünschte Stelle transportiert werden.

Der nächste Meilenstein im Projekt soll die Errichtung einer Werkstatt sein. In dieser Werkstatt soll die Ausbildung junger Menschen fossiert werden. Aktuell werden drei Näherinnen in Labgar und 2 Medizinisch- technische Assistentinnen in Dakar ausgebildet. Der Plan ist, dass die beiden Anfang 2021 die Ausbildung absolviert haben und mit ihrem Wissen und Engagement nach Labgar zurück kehren.

Ein weiterer junger Mensch hat seine Ausbildung als Solartechniker abgeschlossen. Sein Wunsch ist es nach Labgar zurückzukehren. Der Förderverein unterstützt bei seiner Existenzgründung. Die Hoffnung ist, dass er die Solaranlagen vor Ort kompetent betreut.

Besonders hervorhaben möchten wir in diesem Jahr Mor Sène. Seine Präsenz direkt vor Ort und sein überdurchschnittliches Engagement führte dazu, dass auch in diesem Jahr Spenden direkt den Menschen zugute kommen.

Leider konnten in diesem Jahr viele Veranstaltungen nicht stattfinden. Das hat leider das Spendenaufkommen deutlich geschmälert.