Für Mor Séne aus Schloß Holte-Stukenbrock ist ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Der gebürtige Senegalese, der bereits seit 1974 in der Region lebt, hat es geschafft, in seinem Heimatort Labgar innerhalb von nur 2 Tagen und mithilfe zahlreicher Dorfbewohner eine 415 Meter lange Leitung für Trinkwasser zu legen. Ca. 20 junge Leute haben in kürzester Zeit mit Spitzhacke und Schaufel einen großen Graben gebuddelt, d.h. vom örtlichen Wasserturm hin zum Krankenhaus, zur Schule und schließlich bis zur Dorfmitte. Allein das war eine Riesenleistung. Anschließend wurden die Rohre verlegt. Hierfür hat ein Installateur mit seinen Helfern zunächst in einer kleinen „Werkstatt“ die Rohre für die Anschlüsse montiert und zusammengeschraubt. Tags darauf war es dann soweit. Insgesamt 5 Wasseranschlüsse waren fertig. Es war ein wunderbares Gefühl zu erleben, dass endlich Wasser lief. Doch ohne Hilfe aus Deutschland wäre dieses Projekt nicht so schnell zustande gekommen. Zunächst kamen sämtliche Geldgeschenke zu Mor Sénes 60. Geburtstag dem Projekt zugute. Außerdem hatte seine beste Freundin Doro die Idee, die Firma Claas anzuschreiben und sie um eine Spende für das geplante Hilfsprojekt zu bitten. Des Weiteren konnte sie auch im eigenen Kunden- und Freundeskreis einige Gelder locker machen. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Ohne diese Spenden hätten die Menschen in Labgar bis dato keine funktionierende Wasserversorgung.

Nach diesem ersten Erfolg möchte Mor Séne auf jeden Fall weitermachen. Unter anderem möchte er eine neue Pumpe für das Wasserwerk in Labgar realisieren. Es wäre optimal, wenn diese mit Solar statt mit Diesel betrieben werden könnte, denn in Labgar wird tagsüber der Strom abgestellt. Die Sonne scheint jedoch immer … Wir werden weiter berichten.

Weitere Informationen können Sie entweder per Mail an sene.mor@gmx.de oder beim SenneFORUM erfragen.